Friedrich Nietzsche
„Trau keinem Gedanken der im Sitzen kommt!“
In Bewegung bleiben heißt für Nietzsche nicht nur reisen, wandern, joggen und gehen, sondern vor allem Ge(h)dachtes auch tun. Praxis. Gedanken sind dazu da, sie in die Tat umzusetzen. Philosophie kann uns verändern. Achte darauf, ob dich ein Gedanke nur belehrt und informiert oder ob er dich belebt, beschwingt und antreibt, ihn und mit ihm etwas in die Tat umzusetzen.
Albert Camus 

Durch klare und deutliche Empfindungen erfahren wir mehr von uns selbst und der Welt als durch klare und deutliche Kategorien des Denkens. Nicht durch das „ich denke also bin ich“ sondern durch das „Ich empfinde, also bin ich“ nähere ich mich dem Selbst und den Dingen. Die Erfahrungen und die Empfindungen sind das Primäre, die Vorstellungen das Sekundäre.
Zum Thema Perfektionismus:
„Ever tried? Ever failed? Doesn´t matter! Try again, fail again, fail better!” (Samuel Beckett) Durch Camus´Philosophie läuft das Beckettsche Band des „Besser-Scheiterns“. Mehr ist nicht drin, als immer wieder zu scheitern. Aber dieses Scheitern ist mehr als sich verabsolutieren in Unbedingtheitsgesten. Auch wer ständig perfekt sein will, gewinnt nur den Trostpreis im Leben: Kontrolle. Versuche, dich von einem übermäßigen Perfektionsdrang zu entlasten. Genau und klar zu sein hat nicht unbedingt etwas mit Perfektion zu tun. Perfekt sein zu wollen paralysiert oft.
Aus: Theo Roos: Philosophische Vitamine. 2005, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln.